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Letzte Aktualisierung:
( 12. April 2001 )

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Mit SUPER TV auf dem Mississippi
12.4.2001
Hegenland
SUPER TV 44 Eine Überraschung war es schon, als am 26. Oktober 1995 dieses große Porträt der Digedags aus den Zeitungsläden blickte. Die aus dem gleichen Verlag wie die auf ostdeutsche Befindlichkeit getrimmte „SUPER illu” stammende Fernsehillustrierte „SUPER TV” startete den Abdruck einer Digedag-Onepager-Serie, nachdem vorher vier Jahre lang Asterix und Obelix die Comicseite bevölkert hatten.
Selbstverständlich interessierten den Fan sofort die Fakten nach dem geplanten Umfang der Serie, den zum Abdruck vorgesehenen Teilen aus der Digedag-Historie, nach dem für Bild- und Textbearbeitungen verantwortlichen Mitarbeiter sowie inwieweit eventuelle Absprachen bezüglich der Bearbeitungen mit dem Buchverlag Junge Welt oder gar mit Hannes Hegen persönlich getroffen worden waren ein sofort an die Zeitschrift gerichtetes Anschreiben wurde folgendermaßen beantwortet:
Sehr geehrter Herr Müller,
es freut uns, dass Ihnen unsere neue Comic-Reihe gefällt.
Derzeit sind nur „Die Digedags in Amerika” geplant.
Die Bildbearbeitung und die Textanpassung werden
in der Redaktion „SUPER TV” mit Erlaubnis
vom Verlag „Junge Welt” vorgenommen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion „SUPER TV”
Redaktionsbüro München
Schnell stellte sich heraus, dass die Bearbeitungen sehr gravierend waren. Fehlende Seiten erklärten sich aus der Verwendung des Sammelbandes als Grundlage, denn Band 1 der Amerikaserie hatte vor der 1997 erschienenen 10. Auflage nur 144 Seiten (vgl. Nachauflagen ohne fehlende Seiten). Um die Comicseiten auf ein anderes Format umzumontieren, hat man die meisten Panels verkleinert oder beschnitten, wodurch besonders bei den großformatigen Zeichnungen wichtige Teile unterschlagen wurden. Die berühmten Mosaik-Doppelseiter kamen überhaupt nicht mehr zur Geltung, somit wurde die Digedag-Story eines wesentlichen Elements ihrer Anziehungskraft beraubt. Gleiches gilt für die Texte, die so stark gekürzt waren, dass kaum stichpunktartige Zusammenfassungen übrig blieben.
Ein ähnliches Verfahren wurde übrigens bei den Diafilmen der Runkelserie benutzt. Hier war es allerdings dem anderen Medium geschuldet und daher zu verkraften; in einer Printauflage sind so starke Verfälschungen der Originalcomics wohl nicht vertretbar. Nach 30 Folgen (die Übersicht ist in der Datenbank: Die Digedags in der SUPER TV zu finden) wurde die Digedag-Veröffentlichung wieder eingestellt. Eine erneute Nachfrage beantwortete man wiederum mit dem Statement, es wäre von Anfang an nur der Abdruck des ersten Bandes der Amerika-Serie geplant gewesen.
Panel aus der SUPER TV Folge 14
Zum Vergleich ist hier ein bearbeitetes Panel zu sehen. Das Original befindet sich in Heft 154, S. 17.
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