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Letzte Aktualisierung:
( 13. November 2014 )

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Kurzer Lebenslauf des Begründers des MOSAIK und Erfinders der Digedags
Digedags

Hannes Hegen
Johannes Hegenbarth
Vater der Digedags, spiritus rector des MOSAIK, Nestor der ostdeutschen Comic-Kultur – wie auch immer man ihn nennen mag – HANNES HEGEN hat mit der Erfindung seiner drei Knollennasenfiguren mehr als nur einen Kult begründet.

Geboren wurde Johannes Hegenbarth (so sein richtiger Name) am 16. Mai 1925 in Böhmisch-Kamnitz. Er studierte ab 1943 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und nach dem Krieg von 1947 bis 1950 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.
Von 1950 bis 1954 arbeitete er beim Vorgänger der satirischen Zeitschrift „Eulenspiegel”, dem „Frischen Wind”. Die Legende sagt, dass er just, als man im Verlag „Neues Leben” über die Herausgabe einer Comic-Zeitschrift nachdachte, mit den Entwürfen für eine Bilderzeitschrift namens MOSAIK dort anklopfte. So konnte das erste Heft mit den drei Hauptfiguren, den Digedags, am 23. Dezember 1955 erscheinen.

Nach Unstimmigkeiten mit dem Verlag kündigte Hegen 1975 seinen Vertrag und nahm die Rechte an seinen Figuren mit, so dass das MOSAIK seitdem mit neuen Hauptfiguren, den Abrafaxen, erscheint. Seitdem lebte Hannes Hegen zurückgezogen in Berlin und arbeitete an der Neuherausgabe der alten Digedag-Abenteuer in Form von Büchern und Reprintmappen mit (siehe Datenbank).

Beim 13. Internationalen Comic-Salon 2008 in Erlangen wurde Hannes Hegen mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet. Er erhielt zusammen mit Hansrudi Wäscher den Spezialpreis der Jury in Würdigung ihrer Pionierleistung für den deutschen Comic in Ost und West.

Im Jahre 2010 wurde Hegenbarth das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Am 8. November 2014 ist Johannes Hegenbarth im Alter von 89 Jahren in Berlin verstorben.